Teil eines Werkes 
1. Theil (1825)
Entstehung
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Doch was ihr die Natur neidiſch verſagt hatte, war ihr das nicht jetzt auf andere Weiſe durch die Gunſt des Geſchickes erſetzt worden? Roſalien maͤtterlich zu lieben, in ihr ſich eine wuͤrdige Schuͤlerin ihrer Grundſaͤtze und Lebensanſichten zu erziehn, das war es, was ſie ſich beim erſten An⸗ blick des wunderholden Kindes gelobte.

Eine Menge Lehrer wurden ſogleich an⸗ genommen, eine franzoͤſiſche Gouvernante ward verſchrieben, ein engliſches Maͤdchen das nur ſeine Mutterſprache verſtand, zur Bedienung Roſaliens angewieſen, waͤh⸗ rend die Baronin ſelbſt nur italiaͤniſch mit ihr redete, welche Sprache ſie ganz inne hatte und in der ſchoͤnen roͤmiſchen Mund⸗ art ſprach. Zur Bewunderung Aller wuchs . Roſalie empor; ihr reger Geiſt ergriff mit Begierde alles ihm auf dieſe Weiſe dargebotene und ihr richtiger Verſtand ließ ſie fruͤh auf die Vorzuͤge aufmerkſam wer⸗ den, welche uns die Bildung gewaͤhrt, ſo⸗

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