4 demſelben annehmen wollen, aber trotz dem ſind ſolche Beiſpiele eben ſo haͤufig als be⸗ truͤbend.
Joſephine— ſo hieß die Baronin—
war mit dem Leben in gewiſſer Hinſicht fer⸗ tig, als ſie dem ungeliebten Manne ihre Hand am Altare reichte und ſich freiwillig
in die Feſſeln einer unwuͤrdigen Ehe ſchmie⸗
den ließ. Sie empfand tung gegen den albernen Menſchen, deſſen Namen ſie fuͤhrte, aber ſie verbarg klug dieſe Geſinnungen, weil ſie fuͤhlte, daß der gerechteſte Tadel ſie treffen wuͤrde, wenn ſie ſie laut werden ließe, und obgleich ein Schwarm von Bewunderern ſie noch nach ihrer Vermaͤhlung umgaukelte, ſo bewahr⸗ ten ſie angeborner Stolz und ein ganz er⸗ kaltetes Herz gegen jeden Fehltritt gewoͤhn⸗ licher Art, und ſelbſt der Neid wußte kei⸗ nen Flecken auf ihren Ruf zu bringen. Dagegen war ſie auch unermeßlich ſtreng und unduldſam gegen Andere, und ſelbſt
tiefſte Verach⸗
nicht der kleinſte aͤußere Verſtoß gegen die


