Teil eines Werkes 
1. Theil (1825)
Entstehung
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noch ſo ſehr bedurften! Zwar wuͤnſchte die treue Eliſabeth ſie bei ſich zu behalten, und ihnen den Reſt ihrer Tage zu weihn, aber die ihnen von Seiten des Gerichtes geſetzten Vormuͤnder beſtimmten anders uͤber ſie, und Röſalie und Marie. wurden zwei nahen Verwandten ihres Hauſes an⸗ vertraut; die den Wunſch hegten die Ver⸗ waiſten bei ſich zu haben. Roſalie, die ſchoͤne lebhafte, von Allen bewunderte Ro⸗ ſalie, fiel der Baronin von Wieburg zu, die in der Reſidenz lebte und dort ein ſogenanntes großes Haus machte; und Marien, die kraͤnklich und minder liebens⸗ wuͤrdig als ihre Schweſter war, fuͤhrte das Geſchick in die Arme ihrer Tante, der Landraͤthin von Seethal, welche, fern vom Gewuͤhl und Geraͤuſche der großen Welt, in ſtiller Abgeſchiedenheit auf einem

reizend gelegenen Landſitze lebte und in ih⸗

rem fruͤhen Wittwenſtande bisher keinen andern Troſt gehabt hatte, als ihre einzige Tochter, deren Bildung ſie ſich ganz wid⸗