Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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Sophie empfing den geliebten Bruder und den Freund deſſelben mit der groͤßten Herzlichkeit; allein dieſe ſchweſterliche Liebe vermochte das Beduͤrfniß ſeines Herzens nicht gaͤnzlich zu befriedigen; eine andere hatte ihn nach Schonen hinuͤber gefuͤhrt. Trotz dem wagte er es in der erſten Zeit nicht, nach Chriſtinen zu fragen, und da auch Sophie uͤber ſie ſchwieg, war es ihm nicht einmal moͤglich, in Erfahrung zu bringen, ob das reizende Maͤdchen noch auf dem Gute und unter dem Schutze ſeiner Schweſter ſei. Endlich beſiegte die Ungeduld ſeine Schuͤchternheit, und er erkundigte ſich bei Sophien nach dem Schickſale ſeines und ihres Schuͤtzlings.

Habe ich Dir von Chriſtinen noch nichts geſagt? verſetzte dieſe auf ſeine Frage.Das gute Kind wohnt eine kleine Stunde von hier bei ſeinem Vater, der als Invalide aus dem Kriege gegen die Schweden, den er auf der Flotte mit⸗ gemacht, zuruͤckgekehrt iſt und ſich hier angekauft hat. Er bebaut mit Huͤlfe ſeiner Tochter eine kleine Landſtelle. Beide leben, wie man mir ſagt, in

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