Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
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leſen, ohne ihr eine ſo ernſte Deutung zu ge⸗ ben. Eugenia war der lauten Bewunderung, der Huldigungen gewohnt, die ihr von allen Seiten dargebracht wurden, und die anſpruchs⸗ loſe, wortloſe Verehrung, die Klothar ihr nur von Ferne darzubringen wagte, hatte vielleicht ſchon um des Kontraſtes willen mit jenen, einen tiefern Eindruck auf ſie gemacht. Ihr Auge blickte milder, der Ton ihrer Stimme wurde unwillkührlich weicher, wenn ſie mit ihm ſprach, und ſie ſuchte die Gelegenheit dazu gerne auf, weil ſie fühlte, daß ſie ihm dadurch Troſt gewähre.

Von Natur zur heiterſten Fröhlichkelt ge⸗ ſtimmt, erlaubte ſie ſich doch in Klothars Nähe keinen Scherz, der ſein ohnehin wundes Ge⸗ fühl hätte verletzen können; ihr ganzes Betra⸗ gen gegen ihn nahm den Ausdruck der innig⸗ ſten Theilnahme an ſeinem Geſchicke an, den ſie auch wirklich dieſem ſchuldloſen Opfer eigennütziger Familienrückſichten nicht verſagen