Teil eines Werkes 
1. Abtheilung (1829) Der Frühling / von Friedrich Schmitthenner
Entstehung
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Ob in dem Bunde der Verklärten, Reinen, In den Myſterien der andern Welt,

Der Geiſt mit ird'ſcher Liebe darf erſcheinen, Das iſt die Frage, die man billich ſtellt.

289.

Für ew'ge Freundſchaft hat mein Herz geſchlagen,

Zerreißt der Tod die Bündniſſe der Zeit,

So kann mein Geiſt ein ew'ges Sein nicht tragen, Die Langeweile der unendlichkeit. 8 Ich habe ew'ge Liebe hier geſchworen,

und lieben die Unſterblichen nicht mehr,

So laßt den Riegel vor des Himmels Thoren, Ich trinke gern den Kelch der Lethe leer.

290.

Vergebens fragt der Geiſt euch höh're Geiſter, Was drüben kömmt, wann er die Hülle tauſcht, Auch teiner der Dämonen hat dem Meiſter Dieß heilige Geheimniß abgelauſcht.

Die Nacht iſt ſtumm und wilde Wogen ſchlagen Mit tauſend Schrecken an das ſchwache Boot, Es gilt zu hoffen und es gilt zu wagen,

Das Auge Gottes wacht auch in dem Tod⸗