Teil eines Werkes 
1. Abtheilung (1829) Der Frühling / von Friedrich Schmitthenner
Entstehung
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291.

Wohlan, es frage nun mein Mund nicht weiter, Den Schleier rühre meine Hand nicht an, Du, treuer Genius, ſei mein Begleiter, Ich wandle fort auf angewieſ'ner Bahn, Und wann ſich einſt die dunkeln Nächte lichten, Der Herr der Geiſter den Gerichtstag hält, Hier ſteh' ich und erfülle meine Pflichten und halte mich an das Geſetz der Welt.

292.

Siehſt du die Sterne ziehn in jenen Weiten? Mit ihnen läuft der Kreis des Lebens ab, Ich muß mich ſchon zum letzten Schritt bereiten Und vor dem letzten Schritte liegt mein Grab. Wann dieſes Herz, das einſt ſo tief gefühlet, So froh und frei geſchlagen, kraftlos bricht, Der letzte Schmerz durch meinen Buſen wühlet, Hör', treuer Alter, dann verlaß mich nicht!