7
1²¹1 281.
Hier, wo die ſchwarzen Todeskreuze blinken, Es ſei die Gränze der Lebendigen, Vom Himmel hoch die Sterne freundlich winken, Es ſei kein Tod im Reich des Ewigen, Laß mich, mit Gott und mir allein, es wagen, Und die verwegenſte der Fragen thun, Vielleicht wird er's dem künft'gen Toden ſagen: Was iſt das Loß der Schläfer, die dort ruhn?
282.
Ich hoff' und harre, eine Stunde ſchwebet Vorüber mir mit trägem Eulenflug; Ich harre ſchaudernd, eine andre ſchwebet Vorüber mir mit trägem Eulenflug. Kein Fußtritt hallt, kein Athem weht, rings ſtarret Die ſchreckenvolle Ruh der Ewigkeit, Nur in dem Thurme der Kapelle knarret Des Pendels Schlag, der dumpfe Puls der Zeit.
283.
Ach! ernſt und ſchweigſam iſt des Todes Feier, Einſam und ſchauerlich des Grabes Rand, Dreifache Nacht umhüllt mit ihrem Schleier Die Ausſicht in das ſchöne Wunderland;
Schmitthenner's Jahrszeiten. 6


