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266.
Vergebens bat ſie, ſeinen Arm umklammernd, Den harten Mann, er wand ſich kräftig los, Vergebens rang ſie mit den Fluten, jammernd und ſterbend ſank ſie in den ſchwarzen Schoß.
Als tiefe Finſterniß die Erde drückte,
Da ward die ſchaudervolle That vollbracht;
Nur Einer ſchlief nicht, ernſt und prüfend blickte Das Auge Gottes durch die ſchwarze Nacht.
267.
Die Fluten nahmen ihren Raub und flohen, Nur noch ein Todesſeufzer kam herauf, Allein der Seufzer klang wie Gottes Drohen Und weckte donnernd das Gewiſſen auf; Die That, ſo klein, als ſie noch ungeboren Am Herzen ſchlief, ſtand vor ihm rieſengroß, Die Hölle ließ aus ihren ſchwarzen Thoren Die grimmen Schlangen der Verzweiflung los.
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268.
Hat auch die Nacht ihr Schweigen nicht gebrochen, Blieb auch das Grab des Mädchens ewig ſtumm, Von jenen Schlangen ward ſein Herz zerſtochen, Er trug die Strafe in der Bruſt herum.


