Teil eines Werkes 
1. Abtheilung (1829) Der Frühling / von Friedrich Schmitthenner
Entstehung
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Da deckten gnädig des Geſchickes Mächte Die Würklichkeit der kranken Seele zu; Sie fand, umſchleiert durch des Wahnes Nächte In irren Träumen die verlorne Ruh', und pflanzte Roſen an dem theuern Grabe Und brachte mit der Blume, die erſchien, Als ob ſie Nachricht von dem Toden habe, Die langen Tage in Geſprächen hin.

262.

Bis daß des Jahres wechſelvolle Stunden Mit ſtiller Hand der Roſe Schmuck geraubt, Da bluteten von Neuem ihre Wunden und ſterbend ſank das ſchmerzenvolle Haupt. Sechs kleine Bretter und ein Grabtuch faſſen Dort unten das zerfallene Gebein,

Des Lebens Leiden hat ſie uns gelaſſen und ſchlummert ſanft in ihrem Kämmerlein.

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263.

Nicht Gleiches iſt dem Büßenden beſchieden, Der drüben wohnet in dem grünen Grab; Denn mit ſich nahm er in des Todes Frieden Die namenloſe Qual der Schuld hinab.