Teil eines Werkes 
1. Abtheilung (1829) Der Frühling / von Friedrich Schmitthenner
Entstehung
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Ein finſtrer Sturm zerriß ihr ſchönes Leben, Hart war ihr Schickſal, namenlos ihr Schmerz, Nun hat das Grab den Frieden ihr gegeben, und ausgeblutet hat das wunde Herz⸗

259.

Ihr ganzes Leben war ein zartes Lieben, Sie fand des Herzens höchſte Seligkeit In ihrem Wilhelm, der mit treuen Trieben Sein reines Daſein ihrer Huld geweiht. Doch ach! den Jüngling ohne Schuld und Maͤngel, Der ihr die Seligkeit des Himmels gab, Brach, kalt für Seelenweh', der Todesengel Wie eine Blume von dem Leben ab⸗

260.

Sie rief zum Himmel, aber acht vergebens, Der Todengräber grub des Grabes Schacht, Die Glocken klangen und das Glück des Lebens Verſank am Sargſtrick donnernd in die Nacht⸗ Wann Wind und Wetter tobten, wallte draußen An Wilhelms Grab die blaſſe Todenbraut,

Und miſchte weinend in das wilde Braußen Des Wetterſturms der Klage Jammerlaut,