Teil eines Werkes 
1. Abtheilung (1829) Der Frühling / von Friedrich Schmitthenner
Entstehung
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256.

Jedoch, was klag' ich um ein eitles Leben, Das fälſchlich der betrognen Seele lacht, In dem die Hoffnungen vorüberſchweben Wie Gauckeleien der durchträumten Nacht. Nur über dieſer Erde ſchallen Klagen und unter ihr iſt ſchmerzenloſe Ruh', Die Wunden, die das Schickſal hier geſchlagen Deckt dort das Grab mit ſeinen Nächten zu.

257.

Die nun dort ruhen, ſtanden in dem Sturme Des Lebens, der die bange Seele ſchlug, Das Herz zerfreſſen von des Grames Wurme, Und ſtets geäfft von falſcher Träume Trug. Wie windſtill iſt es in des Grabes Haven, Wie friedvoll in der Toden kühlem Haus, Getrunken iſt der Schmerzenkelh, ſie ſchlafen Nun ruhig von dem Rauſch des Lebens aus.

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258.

Am Grabe drüben, wo mit leichtem Flügel Der Wind ſich in den Blumendüften wiegt, Fließ' eine Thräne, denn es iſt der Hügel,

In deſſen Schoß das arme Julchen liegt.