Teil eines Werkes 
1. Abtheilung (1829) Der Frühling / von Friedrich Schmitthenner
Entstehung
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Verlaſſen lag er, zählte bang die Stunden, Der Sehnſucht Flügel trug die Seele fork, Doch Ketten hielten ſeinen Fuß gequnden, Errettung hofft' er nicht vom Schreckensort.

237.

Einſt war der Schlaf auf ſeine Stirn geſtiegen, Da kam im Traum ihm ſeine Bertha vor, Im Arm des Andern ſchien ſie froh zu liegen, und wüthig riß ihn Höllenſchmerz empor, und einen Fremden ſah er vor ſich ſtehen, Der ſprach: ich weiß, wohin das Herz euch treibt, und ſchaff' euch hin ſchnell wie die Winde wehen, Wenn ihr euch mir mit euerm Blut verſchreibt.

238.

Gewaltig, mit der ganzen Wucht der Ketten Erhub der Ritter von dem Lager ſich: Unhold, ich würde dir dein Grab hier betten, Die Bande meines Armes retten dich. und ſieh! der Unbekannte war verſchwunden, Es trat ein Scherge mit den Worten ein: Herr Ritter, ihr ſeid ohne Schuld befunden, Ich bin hieher geſandt, euch zu befrei'n.