Teil eines Werkes 
1. Abtheilung (1829) Der Frühling / von Friedrich Schmitthenner
Entstehung
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11

Vor ſeinem Blicke wandeln alle Weſen,

Er leiht das Leben und des Lebens Luſt,

und legt, wann ſich im Tod die Glieder löſen, Mit treuer Hand ſie an des Friedens Bruſt.

24.

Genade meiner Seele, Gott der Sterne, Ich fühle ſchaudernd deine Majeſtät; Du walteſt hier und in der blauen Ferne Bis drüben, wo der letzte Athem weht; Im dunkeln Sturm, der unter Erderbeben Die Eichen knickt, die Thürme niederreißt, und in den Lüften, die um Blüthen ſchweben, Verehr' ich deine Nähe, guter Geiſt.

25.

Die große Burg, die ſich aus dunkeln Gründen Zu Höhen hebt, wo dem Gedanken graut, Und Weltſyſteme unerkannt verſchwinden, Die große Sternenburg haſt du gebaut; Das Schauſpiel, wo das Schickſal Völker richtet Und bald dem Ruhme, bald der Schande weiht, Die Weltgeſchichte, Gott, haſt du gedichtet, In Allem Alles, Gott von Ewigkeit.