Teil eines Werkes 
1. Abtheilung (1829) Der Frühling / von Friedrich Schmitthenner
Entstehung
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7 Indem die Strahlenfluten ſich ergießen, Erheben ſich vom tiefen Bett der Au

In ungeheuerm Zug die Nebelrieſen Und Diamanten gleich erblinkt der Thau.

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Sanft=ſchimmernd ſpielet um der Berge Gipfel, Wie Blitze leicht-beſchwingt der Morgenglanz und zuckt purpuriſch durch die dunkeln Wipfel Des Tannenhains in geiſterhaftem Tanz, Und weiter, immer weiter trägt ſein Schweben Von Berg zu Berg, vom Blicke kaum erreicht, Bis, wo die fernſten Höhen ſich erheven, Sein Gold in wolkenloſem Blau verbleicht.

15.

Mit ſüßen Trillern hebt in's Reich der Lüfte Des Morgens Botinn ſich, die Lerch', empor, und kaum erreicht ihr Ruf des Waldes Klüfte, So ſchallt in freudigem Akkord' ſein Chor.

Wild-jubilirend wirbelt jene Kehle

Der Freude Lieder durch den dunkeln Hain, und zagend, klagend, voll Gefühl und Seele, Miſcht dieſe ſanfteres Getön' hinein.