3.
Mit Träumen trat ich auf des Lebens Schwelle und ſah entzückt die Welt voll Wunder an, Begeiſtert eilt' ich zu der Freudenquelle, Die taumelnd meine Blicke ſprudeln ſah'n. Die holde Hoffnung mit dem Zauberſtabe 5 Gieng mir voraus in's angeſtaunte Land, Die Liebt bot mir ihre ſchönſte Gabe Der Glaube kam und reichte mir die Hand.
6.
und ach! auf einmal von dem Wahn geneſen, Erwacht' ich bebend, aber glaubte kaum, Daß alles Traum und eitel Trug geweſen, 8 und ſuchte trauernd nach dem ſchönen Traum. und als mein Blick ſich hob, von Thränen freier, Die Liebe ſuchend und der Hoffnung Licht, Da blickt' ich durch des Wahns zerriß'nen Schleier Der Würklichkeit in's blaſſe Angeſicht⸗
5. Als ich nun Alles wandeln ſah im Leben,) Wo nur ein ewiges Vergehen bleibt; Mich ſelber auf dem Rad des Wechſels ſchweben, Das unaufhaltbar auf und nieder treibt:


