Teil eines Werkes 
4. Theil (1861)
Entstehung
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ſier löſte Robespierre ein Knieband, zog ſeine Strümpfe bis auf die Franſen herab, legte dann die Hand auf ſein entblößtes Bein und fühlte ihm den Puls, deſſen Schläge noch die Fülle des Lebens verriethen.

Seht Ihr, wie er ſich verſtellen kann! rief er dann der Menge zu.

Man durchſuchte die Kleider des Verwundeten und fand in der Rocktaſche zwei Piſtolen in ihrem Futteral. Die Wappen Frankreichs waren auf dieſem Futteral ein⸗ gelegt.

Seht den Schurken! rief die Menge.Da iſt ja der Beweis, daß er nach dem Throne trachtete.

Legendre, ein Mitglied des Convents, kam heraus und höhnte ſeinen Feind.

Heda, Tyrann! ſagte er.Du, für den geſtern die Republik nicht groß genug war, Du nimmſt heute zwei Fuß auf dieſem kleinen Tiſch ein.

Robespierre ſah und hörte Alles. Er litt unſäglich, nicht allein durch dieſe öffentliche Ausſtellung, ſondern auch durch den Schmerz ſeiner Verwundung. Er ſuchte ſein Blut zu ſtillen und benetzte zuweilen ſeine Lippen mit dem Eſſigſchwamm, den man neben ihn gelegt hatte. Die Julihitze machte das Zimmer ſchwül und Robespierre, vom Fieber geſchüttelt, floß der Schweiß von der Stirn.

Endlich brachte man ihn nach dem Sicherheitsaus⸗ ſchuß, wo er ſein erſtes Verhör zu beſtehen hatte. Von