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Barras umzingelte das Stadthaus und ſchnitt die Zuzüge der Jacobiner durch Beſetzung der Nebenſtra⸗ ßen ab.
Im Stadthauſe ſelbſt herrſchte die großte Beſtur⸗ zung und Rathloſigkeit. Die Männer, die ſonſt ſo ſchnell in ihren Entſchlüſſen waren, wußten jetzt, wo ihre Sache ſank, keinen Rath. Robespierre war in vollſtändiger Unempfindlichkeit und ſah gleichgiltig auf alle die unru⸗ higen Bewegungen um ſich her. Saint⸗Juſt und Cou⸗ thon verſuchten vergeblich, ihn zur Energie aufzuſtellen und zum Kampf um ſeine Diktatur aufzuſtacheln. Er war zu muthlos, er verzweifelte an ſich ſelbſt.
„Raffe Dich auf, Robespierre, und wir können noch ſiegen!“ rief ihm Couthon in geſteigerter Dring⸗ lichkeit zu.
„Nein, ich kann nicht,“ entgegnete Robespierre.
„Dann haben wir nur noch zu ſterben!“
„Du ſagſt es,“ verſetzte Robespierre phlegmatiſch.
„Dann biſt Du es alſo, der uns tödtet,“ ſagte Saint⸗Juſt.
Robespierre antwortete nichts.
Dieſe Haltung hatte trotz ihrer Paſſivität doch zu⸗ gleich etwas Impoſantes für Robespierre's Freunde. Couthon beklagte ſich, dieſe Unempfindlichkeit des Pa⸗ triotismus nicht zu finden; Saint⸗Juſt wagte nicht mehr zu ſprechen, weil ſein bewunderter Meiſter ſchwieg.


