Teil eines Werkes 
4. Theil (1861)
Entstehung
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thümlicher Reiz darin, neben ſich eine ſchöne, junge Frau zu haben, die den Schmerz um einen Gemahl beherrſchte und des ſtill Geliebten dabei mit der Unſchuld eines Mäd⸗ chens gedachte; zur anderen Seite einen niedergedrückten, faſt verzweifelten Dichter, deſſen Todesſehnſucht alle ſeine Empfindungen überwog.

Die Pauſe, welche wiederum eingetreten war, hatte indeſſen ſo viel Unangenehmes, daß Maury ſeinen Gedan⸗ kengang ſchnell abbrach, das angefangene Thema ſich wie⸗ der in Erinneruug rief und dann zu Andr in der väterlich⸗ freundlichſten Weiſe ſagte:

„Ich habe ſtets geglaubt, daß die Dichter ſo etwas wie Vorahnungen zu empfinden vermögen.“

Andre richtete wieder ſeinen Kopf in die Höhez ſein Auge blitzte auf und traf ſympathiſch das des Arztes— aber nur einen Augenblick, dann entgegnete er mit ſicht⸗ lich em Mißtrauen:

„Denken Sie auch, was Sie eben ſagten? Ich weiß niemals, ob die Leute der großen Welt ernſthaft reden tnee nicht, denn es iſt ein franzöſiſches Uebel zu perſi⸗

iren.“

Maury beachtete di jungen Freundes nicht.

„Ich bin nicht nur ein Mann der großen Welt,“ entgegnete er,„und ſpreche immer im Ernſt. Können Sie daran zweifeln?“

1861. 47. Apoll von Byzanz. IV. 3

eſe krankhafte Gereiztheit ſeines