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die ſonderbare Vorſtudie des Guillotinirens zu verbergen. Die Frauen begrüßten und umringten ſie derart, daß ſie keinen Blick in den Kreis hineinwerfen konnte; denn man wußte, daß ſie das Guillotinſpiel haßte und mußte befürch⸗ ten, daß der unwillkürliche Anblick desſelben in ihrem Zu⸗ ſtande gefährliche Folgen nach ſich ziehen könne. Es wa⸗ ren dieß dieſelben Rückſichten und Aufmerkſamkeiten, welche die junge, jetzt verwitwete Herzogin in Verſailles empfangen hätte. Der gute Ton verliert ſich nie, und ſchloß man die Augen, hätte man geglaubt, ſich hier in einem Salon zu befinden.
Frau von St. Aignan hatte bei alledem einen bren⸗ nenden Blick auf Fräulein von Coigny geworfen. Doktor Maury, welcher jetzt wieder zu ihr trat und ihr erwünſchte Gelegenheit gab, ſich von den ſteumringenden Frauen los⸗ zumachen, verſtand die Empfindungen der Herzogin. Sie war zuſammengebebt auf ihrem Stuhl, als jener junge⸗ Mann im grauen Rock ſich zu Fräulein von Coigny ge⸗ drängt hatte und, ihrer geheimen Leidenſchaft folgend, auf geſprungen und zu der Gruppe getreten, welche ſich an dem ihr ſo verhaßten Spiele weidete. Niemand, außer Maury und noch zwei Perſonen, ahnten vielleicht, was vor weni⸗ gen Augenblicken das Herz dieſer jungen Frau zuſammen⸗ gezogen hatte, die den Tod ihres Gemahls vor einem Mo⸗ nat wohl mit Schmerz, aber im Angeſicht der eigenen To⸗ desgeſahr und des Verluſts ſo vieler Freunde nicht mit


