Teil eines Werkes 
4. Theil (1861)
Entstehung
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Salons jener Zeiten waren, als daß ſie die ſiebzehnjäh⸗ rige Jugend der Demoiſelle von Coigny hätten erröthen laſſen können.

Sie war eben im Begriff, mit all' dem ihr eigenen Uebermuth den Stuhl zu beſteigen und die dianenhafte Schönheit ihres Fußes den düſteren Augen der Umſtehen⸗ den zu zeigen, als plötzlich ein Mann in grauem, halb militäriſchen Rock ſich in die vorderſte Reihe drängte und ihr zurief:

„O, Sie nicht! Sie nicht! Steigen Sie nicht hinauf, ich bitte Sie!“

Fräulein von Coigny wandte ſich zu dem jungen Mann, der dieſe Worte geſprochen hatte, um, machte eine Bewegung mit ihren Schultern, wie ein Kind, welches ſchmollt, und legte dabei ihre Hand verlegen auf den Mund. Unſtreitig bedauerte ſie, in ihrem Vorhaben geſtört zu ſein und andererſeits wollte ſie den jungen Mann auch durch ein Mißachten ſeiner Bitte nicht kränken. Sie ſtand da, unſchlüſſig und richtete ihren Blick auf den, der ſie gebeten, nicht den Stuhl zu beſteigen.

In dieſem Augenblick rief eine Stimme aus dem Kreiſe:

„Frau von St. Aignan kommt!“

Sofort beſeitigte man mit ebenſo viel Geiſtesgegen⸗ wart als Zartſinn den Stuhl in der Mitte, löſte den Kreis auf und inproviſirte einen Contretanz, um der Herzogin