Teil eines Werkes 
4. Theil (1861)
Entstehung
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licht auf die andere Seite des Saales ſiel. Die Luft war abſcheulich, heiß, athembenehmend und von jenem Geruch, den man nur in Gefängniſſen findet, welche vielen Per⸗ ſonen zum Aufenthalt dienen.

Doktor Maury hielt einen Augenblick an der hinter ihm wieder verſchloſſenen Thüre an, um ſeinen Blick durch den Saal ſchweifen zu laſſen. In der einen Ecke ſah er einen Kreis von Perſonen, die ſich lebhaft unter⸗ hielten. Ihr Benehmen, die Höflichkeit ihrer Sprache ließen ſofort erkennen, daß hier lauter wohlerzogene Leute beiſammen waren. Neben ihnen ſah er Frau von St. Aignan auf einem Stuhle ſitzend.

Noch ehe er ſie erreicht hatte, war ſie aufgeſtanden und ihm entgegeng egangen.

„Ach vortrefflich, Doktor,“ ſagte ſie,„daß Sie uns hier eine Viſite machen; das wird für Sie von Intereſſe ſein ſund ich bitte Sie, ſich in Ihrer Betrachtung nicht ſtören zu laſſen. Wir haben Zeit, uns zu ſprechen.“

Der Arzt verbeugte ſich, geleitete Sie zu ihrem Stuhl zurück und nahm auf einem anderen daneben Platz.

Am anderen Ende des Saales war eine zweite, größere Gruppe, viel lauter und bewegter als dieſe, in deren Nähe Maury war. Man hörte von dort her helles Lachen und Sprechen— dem Arzt erſchien die Gruppe wie eine große Quadrille in Neglige am Tage nach einem Balle. Die jungen Leute ſchienen ſich zu necken;