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„Was meinſt Du damit, Roſa,“ fragte er.
„Ich meine, es iſt jetzt Mittagszeit und Sie werden die Frau von St. Aignan nicht mehr in ihrer Zelle treffen. Sie iſt im Reſectorium, wo die Gefangenen zuſammen ihr Mittageſſen halten.“
„So, ſo!“ verſetzte Maury ſinnend und wie zu ſich ſelbſt;„da war ich noch nie. Indeſſen,“ fuhr er zu dem Mädchen gewendet fort,„man wird mich doch wohl hin⸗ einlaſſen?“
„O ohne Zweiſel, Herr Doktor! Sie haben ja ſtets freien Eintritt hier. Und dann,“ ſetzte ſie lächelnd hinzu, „wenn's wirklich nicht ginge— da iſt der Brutus, der Schließer, der mir Alles zu Liebe thut, was ich haben will; denn der Mann iſt bis über die Ohren verliebt in mich, ich weiß es, er hat es mir hundertmal geſagt und ich habe ihm eben ſo oft geantwortet: Brutus, Du biſt brav und rechtſchaffen, aber ſieh! ich bin des Gilbert Braut und hab' ihm mein Wort gegeben; das muß eine Republikanerin halten, wie?— und dann ſagte er immer: Ja freilich, aber es iſt ſchlimm, daß dem ſo iſt, denn ich liebe Dich, Roſa, unausſprechlich.— Wenn ich dann ein freundlich Geſicht mache oder gar einen Kuß verſpreche, was thut der dann nicht Alles für mich! Und für Sie, Herr Doktor, geb' ich dem Brutus ſogar einen Kuß.“
Maury lächelte und ſagte dabei:
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