Wirklich wurde der Greis auch durch dieſen Beweis der wahren Geſinnungen Maury's gegen ihn bewegt; er wandte ſich zurück und ſagte in verbindlicher Weiſe:
„In der That, ich bin untröſtlich, Sie mit meiner Bitte beläſtigt zu haben.“
„Und ich,“ entgegnete der Arzt, der ſehr wohl fühlte, daß der Eigenſinn des alten Herrn in nichts erſchüttert war;„und ich, daß Sie mich nicht beſſer verſtehen wollen und einen guten Rath mit ſolchem Mißtrauen aufnehmen. Ich hoffe nur, daß Sie darüber noch nachdenken werden.“
Herr von Chenier grüßte höflich und ſtieg dann die Treppe hinunter. Doktor Maury befahl Gil lbert, die Thür wieder zu ſchließen und ging in ſein Arbeitscabinet zurück. Er war ſehr ernſt, ſehr in ſich gekehrt und ein quälender Gedanke ſchien ihn zu beſchäftigen. Eine Zeit⸗ lang ſah er ſinnend durch die Scheiben auf die Straße hinab, dann murmelte er vor ſich hin:
„Der Unglückliche kann ſeinen Sohn ins N erderben ſtürzen im Moment, wo alle Hoffnungen auf ſeine ee tung ſeigen. O nein, es iſt nicht möglich, der Vie r muß eine
Ahnung haben, wenn er einen Schritt unternimmt, der ſein Kind dem Tode überliefert! Er wird ſich b beſinnen 1— ja, ja, er muß über meine Wcxi nachdenken und fühlen, was ich meinte. André und Frau von St. Aignan— ne Gott! Wenige Tage nur und ich glaube, ſie ſind rei!“


