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gerettet. Daher, Herr von Chenier, erkläre ich Ihnen ausdrücklich, daß Sie ſich vollſtändig unthätig verhalten, und die Vorſehung allein walten laſſen müſſen. Auch ein Schiff ohne Steuer und Segel wird zuweilen den Launen des Windes vertrauensvoll überlaſſen.“ s gibt Charaktere von ſolcher Empfindlichkeit, ſo feinnervig und abgeſchwächt, daß ſie vollſtändig unfähig ſind, den erſten, durch ein Wort hervorgebrachten Eindruck zu überwinden. So ſprach auch Doktor Maury jetzt rein in den Wind; Herr von Chenier hatte ſein Urtheil gefaßt und es war unumſtößlich. Er ſtimmte anſcheinend Allem bei, was der Arzt ihm ſagte und ließ nicht den leiſeſten Widerſpruch ſeinerſeits vernehmen; aber es geſchah aus Höͤflichkeit und in der Abſicht, zu Ende zu kommen, das Geſpräch nicht durch Gegenrede lebhafter zu machen. Der Eigenſinn der Greiſe, der ſo oft unheilvoll ſich geltend machte und den Umſtänden ebenſowenig wie das Feuer der Jugend Rechung zu tragen weiß, zeigte ſich in Herrn von Chenier ungewöhnlich ſtark.
Sobald nun Dr. Maury ſah, daß all' ſein Reder ohne Erfolg und vollſtändig nutzlos ſei, ſchwieg er, und als Herr von Chenier ſich darauf erhob, geleitete er ihn ſtumm bis zur Thür des Vorzimmers. Aber, als wolle er zum letzten Male verſuchen, dieſen empfindlichen Mann zu verſöhnen und von der geahnten Unbeſonnenheit zurück⸗ zuhalten, ergriff er ſeine Hand und drückte ſie herzlich.


