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geſtützt, als könne er nur vermittelſt ſolcher Hilfe ſein Vorhaben ausführen.
Doktor Maury drückte den alten Herrn, als er end⸗ lich aufrecht ſtand, mit beredtem Kopfſchütteln ſanft in das Fauteuil zuruck und ſagte dabei:
Frau von St. Aignan hat Sie durchaus nicht ge⸗ käuſcht; Sie ſind vor einem zuverläſſigen Mann, mein Herr. Ich habe niemals den Schmerz irgend einer Perſon gemißbraucht, obgleich ich der Vertraute ſehr vieler Her⸗ zensſorgen geweſen, beſonders ſeit einiger Zeit...“
Herr von Chenier ſchüttelte wie ungläubich ſein Haupt: Doktor Maury aber fuhr im geſteigerten Tone fort:
„Glauben Sie mir, ich kenne die Lage der Gefan⸗ genen beſſer wie Sie und beſonders die desjenigen, der Ihnen das Leben ſchuldet und dem ſie es rauben werden, wenn Sie fortfahren, ſich in derſelben Weiſe wie mir ge⸗ genüber für ſein Schickſal zu intereſſiren. Bedenken Sie, Herr, daß man während der Erdbeben ſtill und unbeweg⸗ lich auf ſeinem Platze bleiben muß.“
Herr von Chenier antwortete nur durch eine Bewe⸗ gung der Reſignation und zurückhaltender Höflichkeit und Doktor Maury fühlte, daß er durch ſeine anfängliche Rauhheit das Vertrauen dieſes Mannes verloren hatte. Herrn von Chéniers Augen waren mehr als geſenkt, faſt geſchloſſen, während der Arzt fortfuhr, ihm tiefes Still⸗


