Teil eines Werkes 
4. Theil (1861)
Entstehung
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ten; er ſoll auch, das werde ich ſchon von ihm err eichen, keine Verſe mehr machen, mindeſtens nichts mehr drucken laſſen.

Sie ſind grauſam, warf der Arzt ein, der ſich übrigens in Geduld gefaßt hatte.

O nein! Das bin ich nicht. Ich weiß recht gut, André hat Geiſt und ſein Brief über die Jacobiner und den Prozeß Ludwig XVI. war ein Meiſterſtück. Aber, mein Herr, ich muß Ihnen doch ſagen, welches im Grunde meine Geſinnungen ſeien; denn Sie ſind, ich weiß es, ein Charakter, ein Mann von Charakter, obgleich Sie mit vielen dieſer Blutmenſchen umgehen müſſen.

Meine Pflicht kann ſich durch die Leidenſchaften der Menſchen nicht berührt fühlen. Ich bin Arzt, Herr von Chenier, für allerlei Kranke, und das hat mit mei⸗ nem perſönlichen Charakter keine Berührungen.

Bei Gott! rief jetzt Herr von Chenier mit einer gewiſſen militäriſchen Derbheit.Wiſſen Sie, daß es abſcheulich wäre, einen ſo liebenswürdigen Mann wie Sie zu compromittiren, indem man von ihm eine Gefälligkeit erbittet?

Doktor Maury, noch immer im Glauben, der alte Herr wolle ein Aſyl beanſprechen, wies wieder zuvor⸗ mend auf ſeinen Schrank, indem er dabei ſagte:

Ich hatte ſchon die Ehre, Ihnen anzubieten, was ich vermag...