9
Söhnen oft genug geſagt, daß die Freundſchaft mit Blut⸗ menſchen geſährlich ſei...
„Sie vergeſſen, Herr von Chenier,“ unterbrach ihn der Arzt,„daß ich heut zu einem dieſer Blutmenſchen eingeladen bin. 4
err Doktor; aber 115 glaubt genſchaft als Ar cſchehen,
es ſei lediglich mmd 13g eine Stellung, für welche ich übrigens die hochſte Achtung hege; denn nach den Aerzten der Seele, wie die Prediger und alle Geiſtlichen ſind, denn ich will keinen von ihnen ausnehmen, ſind die Aerzte des Körpers...“
„Verpflichtet, zu rechter Zeit zu erſcheinen, wollen ſie helfen, u unte erbrach ihn aberr mals Maury, um der ihn verdrießenden Geſchwätzigkeit des Be ſeher ein Ende zu machen.„Ich k kenne übrige ens Ihre Söhne....“
„O das wußt' ich, Herr Doktor, auch kenne ich, wiewohl nur oberflaͤchlich Frau von St. Aignan und das Verhältniß, welches, 3 man ſagt, mein André mit ihr haben oll; 8 igens iſt dieß ein ganz natürliches und verletzt die Dehors in Nichts Ich weiß auch, daß Sie der Arzt von F Frau von St. Aigdan ſind— deßhalb führte ich mich durch ſi ſie bei Ihnen ein. Die arme Frau! Ihr Gemahl, der Herzog, iſt nun auch guillotinirt worden! Aber um auf den Zweck meines Beſuches zurück zu kom⸗ men, Herr Doktor, eben weil Sie meinen Andre kennen, habe ich die Hoffnung gefaßt, daß Sie ihn befreien könn⸗


