Teil eines Werkes 
4. Theil (1861)
Entstehung
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Der Alte war allen dieſen Bewegungen und Worten des Arztes mit einer Ruhe gefolgt, welche bedeutend ge⸗ gen ſein bisheriges Weſen abſtach. Er ſchien ſich, ſeitdem er mit Maury allein war, vollſtändig verändert zu ha⸗ ben: aus dem zitternden Bedienten war ein ſchöner, we⸗ nig gebeugter, würdiger Greis geworden. Er neigte lä⸗ chelnd ſein Haupt als Antwort auf die Einladung, in den Schrank zu treten, ſetzte ſich ſtatt deſſen mit einem ſiche⸗ ren Anſtande auf einen Stuhl und ſprach dann folgender⸗ maßen, indem er dabei die Nobleſſe ſeiner Haltung gel⸗ tend machte:

Mein Herr, ich werde Sie von Allem über meine Perſon und den Grund meines Beſuches ins Klare ſetzen. Ich bin Louis von Chenier und habe vier Söhne, von denen unglücklicher Weiſe zwei im Gefängniß ſitzen, der eine in der Provinz, der andere hier in St. Lazare. Ein drit⸗ ter iſt der Dichter desKarl IX. und Conventsmitglied ich bin nicht ſtolz darauf, mein Herr, im Gegentheile. Am meiſten geht mir nun das Schickſal meines Jüngſten, des André, zu Herzen. Zwar wird ihn das Gefängniß etwas ernüchtert haben, und das hat ſein Gutes, aber, mein Gott! ich weiß wirklich nicht, weßhalb ſie den Schwärmer, den Apoll von Byzanz, wie er genannt wird, hinter Riegel und Schloß geſetzt haben. Ich habe mich zeitig genug aus der Revolution gezogen und meinen