Teil eines Werkes 
4. Theil (1861)
Entstehung
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um, wie ſo häufig, ſelber zu öͤffnen, wenn die alte Urſula gerade nicht zugegen war.

Der Arzt warf einen nachſichtig lächelnden Blick auf ſeinen ſchlafluſtigen Diener und ohne ihn zu ſtören, öffnet er die Thür.

Zwei Perſonen ſtanden vor ihm ein Greis und ein Burſch von etwa fünfzehn Jahren. Der Alte war ſorg⸗ fältig gepudert und trug eine Art Livrse, an der man die dunklen Stellen wahrnehmen konnte, auf denen einſt die Galons ſich befunden hatten. Er zog ſeinen Hut mit viel Reſpekt, warf aber zugleich einen Blick des Mißtrauens um ſich und in das Vorzimmer hinein, ſowie er auch bei Seite trat, um zuerſt den Knaben eintreten zu laſſen.

Der Burſch genirte ſich auch nicht, ſondern ging die Melodie der Marſeillaiſe pfeifend, durch die Thür auf den Arzt los, der ihn ziemlich verwundert, aber ruhig be⸗ trachtete. Er ſchien ſogar zu leichtem Spott aufgelegt, denn er ſagte zu dem Burſchen, als dieſer mit Pfeifen aufhörte:

Fange dieſen Vers noch einmal an, mein Kind.

Wirklich begann der Burſch, ohne in Verlegenheit geſetzt zu ſein, nochmals einen Vers der Marſeillaiſe zu pfeifen. Es ſchien ihm ſeinerſeits Spaß zu machen, dem Spott des Arztes zu trotzen. Der Burſch war nicht häß⸗ lich und eine ganz neue rothe Mütze ſaß keck auf einem Ohre; ſonſt hatte er aber manche Blößen; denn er trug