Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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Der Chor: So ſchwört, daß Euer Schwert nicht auf zu ſchlagen hört, Bis ausgerottet die Tyrannenrace! Schwört! Den Schlußvers ſangen Männer und Frauen: In Eurer Liebe bringt, Ihr Schönen, In Deinem Zorn, Du Kriegerſchaar, Ihr Greiſe bringt in Euren Söhnen Dem Vaterland das Opfer dar. Preiſt dieſen Stahl, den Kettenbrecher, Den ihre Hand geheiligt ſchwingt, Schon ſchreibt der Ewige lobſinget! Den Sieg auf dieſen Menſchheitsrächer.

Der Chor:

So ſchwört: Dies iſt das Schwert, das alle Ketten bricht Wir ſchwören: In ſeine Scheide kommt es eher nicht.

Als die Hymne geendet war, ſtieg Robespierre von ſeiner Tribüne herab und ſchritt auf die allegoriſche Gruppe zu. Er nahm eine Fackel aus der Hand einer weißgekleideten Jungfrau und zündete damit das Sinn⸗ bild des Atheismus an.

Ein Beifallsgeſchrei der Menge erſchallte und währte ſo lange, als bis die Flamme erloſch und ein ſchwarzer Aſchenhaufen dalag.

Dann tönte ein Feſtmarſch und die Mitglieder des Convents erhoben ſich von ihren Sitzen, um ſich nach dem Marsfelde zu begeben, wo der Schluß des Feſtes ſtatt⸗ finden ſollte. Ein Spalier von weißgekleideten jungen

1861. 16. Apoll von Byzanz. III. 11