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„Er probirt heut.“
„Er zeigt heut, daß er der Herr iſt.“
„Bah, er ſoll ſeinen Irrthum kennen lernen.“
„Der Verräther!“ murmelte wieder Einer.
Pſt! Pſt!“
„Pſt! Pſt!
Und Alle warfen ſich vielſagende Blicke zu, denn der Präſident des Convents, der Advokat Robespierre, Mit⸗ glied des Wohlfahrtsausſchußes, erſchien.
Er betrat allein den ungeheuren Raum und das hatte ſeinen Grund. Seine Vereinzelung, ſeine Erhe⸗ bung, ſein Federbuſch, ſein großer Blumenſtrauß, den er aus der königlichen Flora des Tuileriengartens von Neuem beſchafft, gaben ihm das Anſehen eines Herrn. In der That glaubte die Menge, Sklave ſeines Namens, man werde bei dieſer Gelegenheit die Diktatur Robes⸗ pierre's verkünden. Die Zurufe, die ihn begrüßen, ſpiel⸗ ten bereits darauf ein; die düſteren Geſichter der Con⸗ ventsmitglieder ſchienen die Vermuthung zu beſtätigen.
Robespierre beſtieg die Tribüne und ſprach mit ei⸗ ner ſtarken Stimme:
„Franzoſen! Republikaner! Endlich iſt dieſer für immer glückſelige Tag gekommen, welchen das franzöſi⸗ ſche Volk dem hochſten Weſen weiht! Niemals hat die von ihm geſchaffene Welt ihrem Schöpfer ein Schauſpiel dar⸗ geboten, das ſeiner Blicke würdiger wäre. Er hat auf der Erde die Tyrannei, das Verbrechen und den Betrug herr⸗


