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der Liebe allein ſcheinen. O könnte ich es ermöglichen, daß ſie, wie heut, ſo alle Tage auf glückliche Menſchen niederſtrahle! Aber es gibt Feinde, welche die Freiheit zu vernichten ſtreben und gegen dieſe darf keine Schonung walten.“
Chenier ſchwieg und zog ſich zurück.
„Heuchler,“ dachte er bei ſich.„Armer André, muß ich wieder ſagen, daß es ein Glück füͤr Dich iſt, die Frei⸗ heit zu entbehren! Du lebſt vergeſſen in Deinem Kerker und nicht vom Tod bedroht, wie wir, die wir frei ſind. Dein Kerker wird ſich öffnen, wenn die wahre Freiheit wieder herrſcht und Du wirſt die ſchlechteſte Zeit der Re⸗ volution verträumt haben. Glücklicher André! Es wäre Mord, Dich zu befreien, Dir das Gefängniß zu öffnen, Deinen Namen dieſen Menſchen in's Gedächtniß zurück⸗ zurufen!“
Robespierre war ſo beſchäftigt und von Eifer erfüllt geweſen, daß er vergeſſen hatte, bisher irgend etwas zu genießen. Er bezeigte jetzt den Wunſch nach einem Im⸗ biß und Villate, welcher das Feſt in Scene geſetzt hatte und in den Tuilerien wohnte, lud ihn ein, an ſeiner Tafel zu frühſtücken.
Robespierre nahm es an und überhörte es gefliſſent⸗ lich, daß Einer der Neueingetretenen ihm meldete, der Convent ſei bereits in ſeinem Sitzungsſaale verſammelt und ſtehe im Begriff, ſich nach dem Orte der Feier im


