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mit Gott verbinden würden, glaubte er dieſelbe unſterb⸗ lich wie Gott ſelbſt. Nach dieſem Tage wollte er gern ſterben.
Schon mit Tagesanbruch am 8. Juni begab er ſich in die Tuilerien, um daſelbſt den Zuſammentritt ſeiner Collegen zu erwarten und die Anordnungen des religiöſen Gepränges einer letzten Probe zu unterwerfen. Er trug heut, zum erſtenmal in ſeinem öffentlichen Leben, das Amtskoſtüm der Repräſentanten. Ein Frack von etwas matterem Blau als der Frack der Conventsmitglieder, eine weiße Weſte, gelbe damhirſchlederne Hoſen, Stulp⸗ ſtiefel, ein runder Hut, umſchattet mit einem wallenden Büſchel dreifarbiger Federn, zogen die Blicke Aller auf ihn. In der Hand hielt er einen großen Blumen⸗ und Aehrenſtrauß.
Joſeph Chenier war in den Tuilerien, um die Auf⸗ führung ſeiner Hymne mit anzuhören. Sie war in der Nacht gedichtet, in der Nacht auch noch componirt worden. Robespierre hörte mit Andacht zu und war entzückt von der Muſik wie von den Worten.
„Bürger,“ ſagte er mit Feierlichkeit und vor Freude leuchtenden Blickes zu Cheénier,„habe ich Dir nicht ge⸗ ſagt, daß dieſe Hymne ſchön ſein wird? Du biſt der Dichter der Revolution— Dein Andenken wird unver⸗ gänglich ſein wie die Freiheit und die Religion. Ich war


