Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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Stimme an, daß die Vaterliebe ſie vibriren ließ. Er blieb unbeweglich ſitzen, ſtarrte ſeine Tochter an, die bleich und ſtarr auf ſeinem Schooße lag.

„Was iſt geſchehen, Gilbert,“ fragte er endlich wie⸗ der.„Hat man ſie gemordet?“

„Naͤchher, Vater Ricot— da kommt der Doktor, es iſt mein Herr.“

Doktor Maury trat ein. Hinter ihm ſchloß ſich das Thor vor den Menſchen, welche ſich dort verſammelt hat⸗ ten. Vater Ricot nahm alsdann ſein Kind in die Arme, erhob ſich und trug es, gefolgt von Maury und deſſen Diener, über den Hof in ſein Zimmer. Dort legte er Roſa aufs Bett und ſtellte ſich, ohne ein Wort geſprochen zu haben, an die Thür zu Gilbert.

Doktor Maury löſte die Kleider von der Bruſt des Mädchens und legte ſeine Hand auf die Herzgegend. Er fühlte Nichts. Er ſtrich ihr über die Augen und es regte ſich Nichts. Er ſprengte aus einem im Zimmer ſtehenden Topf Waſſer in ihr Geſicht— er netzte ein bleiches Antlitz, aus dem das Leben gewichen war. Sinnend und prüfend betrachtete der Arzt einen Moment die todte Geſtalt, der er zartſinnig wieder die Blößen bedeckt hatte, dann fragte er Gilbert, der angſtvoll alle Handlungen ſeines Herrn verfolgt, was mit dem Mäͤdchen geſchehen.

„Am Altar in der Kirche iſt ſie plötzlich zuſammen⸗ geſtürzt,“ antwortete Gilbert.„O ſie hatte furchtbar ge⸗