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Straßen war, ſah ihm verwundert nach und konnte ſich die Erſcheinung nicht erklären.
Plötzlich ſtieß er einen Freudenſchrei aus und lief quer über die Straße einem ſchwarz und elegant geklei⸗ deten Mann entgegen. Er hatte in ihm ſeinen Herrn, den Doktor Maury, erkannt.
„Helfen Sie, helfen Sie um Gott! ſtieß Gilbert athemlos hervor, indem er ſeinem Herrn die ſtarre Ge⸗ ſtalt Roſa's entgegenhielt.„Sie kann nicht todt fein— o nein, ſie wird noch leben, aber Sie müſſen helfen, Herr Doktor, mein Herr!“
Einen Augenblick nur war Doktor Maury von dem Begebniß und dem Schmerz ſeines Dieners, der ſich in Worten wie Gebärden kund gab, betroffen, dann befahl er Gilbert, mit ſeiner Bürde in das nächſte Haus zu treten.
„Nein, Herr,“ entgegnete dieſer,„da drüben iſt St. Lazare, dort wohnt ſie.“ Und ohne die Antwort des Dok⸗ tors abzuwarten, lief er nach dem wenige hundert Schrit⸗ entfernten Hauſe, ſchlug gegen das Thor und legte Vater Ricot, der wie immer finſter auf ſeinem Platze war, ſeine Tochter in den Schooß.
„Der Arzt kommt,“ rief er dabei und ſchüttelte die erſtarrten Arme,„laßt das Thor auf, Vater Ricot und dann laßt mich Roſe ins Zimmer tragen.“
„Mein Kind iſt todt!“ ſtieß jetzt der Gefangenwär⸗ ter in ſeiner rauhen Weiſe heraus, aber man hörte es der 35


