Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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hatte, zuſammenbrechen, ohne einen einzigen Ton von ſich zu geben. Ein Gemurmel des Unwillens über ſolche Stö⸗ rung der Feierlichkeit ließ ſich vernehmen; die Tänzerin⸗ nen waren zu der am Boden Liegenden geeilt; einzelne Männer ſprangen bereits auf die Erhöhung. Da theilten die Arme Bilberts mächtig die Menge, in einer Minute hatte er ſich Bahn bis zu den Stufen gebrochen, ſprang hinauf, auf Roſa zu und hob ſie wie ein Kind auf ſeinen Arm, indem er das himmelblaue Gewand, welches ſie noch über ihrer weißen Tunika trug und welches hinten herabgehangen hatte, abriß und um ihre Bruſt ſchlug. Im Moment war er wieder unten und rief der erſtaunten und zornblickenden Menge mit Donnerſtimme zu:

„Zurück! Platz! Ich trage meine Braut! Ein Schuft, wer ſie anrührt! Ein Elender, der mich aufhält! Sie ſtirbt, ſte ſtirbt!

Scheu wie vor einer höheren Gewalt wich das Volk zurück.

„Sie ſtirbt! Sie ſtirbt! rollte es durch die Menge und überall wich ſie vor Gilbert zurück. Er trug Roſa vor ſich, man ſah ihren Kopf mit dem todten Antlitz über ſeinen Arm herabhängen. Ohne Hinderniſſe erreichte er die Kirchenthür und ohne Aufenthalt eilte er mit ſeiner Bürde über die Straßen. Er hielt mit übermenſchlicher Kraft die Geliebte in den Armen, trotzdem der Tod ihr Gewicht verdoppelt hatte. Das Volk, das auf den