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verwundert.„Was iſt denn das?
Der Sansculotte maß den Frager mit einem miß⸗ trauiſchen Blick von oben bis unten; dann ſagte er:
„Das Feſt der Vernunft wird heut in dieſem Viertel gefeiert, in der alten Lorettokirche, die wir ausräuchern werden, damit der alte Geiſt hinauskommt. Du wirſt doch wiſſen, Bürger, daß die Vernunft jetzt die Religion der Republik iſt?“
Gilbert hatte nur oberflächlich davon gehört, aber er hütete ſich wohl, ſeine Unkenntniß merken zu laſſen; der Blick des Sansculotten hatte ihn zur Vorſicht ge⸗ mahnt.
„Allerdings, Bürger,“ erwiderte er daher.„Ich bin ein guter Patriot, parbleu! Aber was zum Henker! macht man denn in St. Lazare? Wohnt denn da die Göt⸗ tin der Vernunft, die man, wie Ihr ſagt, abholt?“
In dieſem Augenblick entſtand eine große Bewegung vor dem Thore von St. Lazare. Das Volk ſtieß Freuden⸗ rufe und Vivats auf die Vernunft und auf Chaumette aus. Man ſah über den Häuptern der Menge eine Gruppe von weißgekleideten Mädchen, in maleriſcher Haltung eine in der Mitte des Wagens auf einem Seſſel ſitzende weib⸗ liche Geſtalt umgebend.
„Da iſt die Göttin der Vernunft!“ rief der Sans⸗


