Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

20

„Ich glaube gar, Du willſt nicht?“ Oho, Kleine, ich laſſe Dich gleich von Deinem Vater einſperren und kirren, wenn Du nicht willſt. Ich befehle es und Du wirſt gehorchen Nicht wahr, Vater Ricot?“

Vater Ricot beeilte ſich zu antworten.

„Es war nicht ſo gemeint, Bürger, ¹ ſagte er faſt bittend.„Denkt, es iſt ein junges Mädchen und es hat Scham. Sie war ja noch nie unter? Menſchen und nun gar bei einer ſolchen Feierlichkelt— wie ſollte ſie nicht bangen!“

„Ich frage, ob ſie morgen die Göttin der Vernunft ſein wird?“

„Gewiß, Bürger, wenn Ihr es wünſcht,“ entgegnete Rievt.

Chaumette wandte ſich zu Roſa.„Was?“ fragte er ſie ſchneidend.

„Ich gehorche,“ gab das arme, willenloſe Mädchen zur Antwort.

Sogleich nahmen Chaumette's Jüge wieder die häß⸗ liche Freundlichkeit an und indem er der Thür zuſchritt, ſagte er zu Roſa:

„Brav, mein Kind, brav! Ich werde Dir noch heute eine von den Jungfrauen ſchicken, welche die Maillard auf dem Zuge nach Notre⸗Dame begleiteten. Sie wird Dir Deinen Anzug bringen und Dich zur Probe ankleiden, auch ſonſt noch Dir den nöthigen Unterricht geben. Folge