Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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ſelben frei ſehen konnte; über der Tunica eine wallende Chlamys von himmelblauer Farbe— Du wirſt Dir vor⸗ ſtellen, wie ſchön das ſteht! Was Du in der Kirche zu thun haſt, iſt ſehr wenig. Du machſt ein begeiſtertes Ge⸗ ſicht, das findet ſich von ſelbſt, Du biſt ſehr ernſt, gravi⸗ tätiſch, ſteckſt dann auf ein Zeichen die Fackel an, die hin⸗ ter Dir auf dem Altar ſtehen wird, und dann bleibſt Du ruhig auf dem Seſſel ſitzen, bis Alles zu Ende iſt. Nun, wie gefällt Dir die Rolle?“

Noſa warf einen ſchmerzlichen Blick auf ihren Vater, der ihr kein Zeichen von Theilnahme gab. Sie ſeufzte und ſchwieg.

Chaumette, der auf Antwort gewartet hatte, wieder⸗ holte nun ſehr gereizt:

„Nun, frage ich, wie gefällt Dir die Rolle?“

„O Bürger!“ antwortete Roſa ängſtlich,„ich werde zu ungeſchickt ſein....“

„Papperlapapp! Das findet ſich Alles, wenn man guten Willen hat und Patriotismus.“

„Ich fürchte mich....“

„Warum fürchteſt Du Dich? Närriſches Mädchen, Andere würden außer ſich vor Entzücken ſein, wenn ſie an Deiner Stelle ſein könnten.“

„O, ſo waͤhlet eine Andere....“

Roſa hielt erſchrocken inne, denn Chaumette faßte ſie roh an die Hand und rief zornig: