Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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derholte Chaumette zorniger.„Iſt das eine Manier, ſo dazuſtehen, als wie ein Prellpfeiler, wenn man vernimmt, daß das Vaterland Dir eine Ehre erweiſt? Halloh, Va⸗ ter Ricot, Du biſt am End' gar kein braver Sansculotte? Ich ſage Dir, Du biſt kein braver Sansculotte, weil Du Dich nicht freuſt, weil Du nicht laut aufſchreiſt vor Freude. Und nur Sansculotten bleiben leben, alle Anderen müſſen vom Erdboden vertilgt werden, Alle. Dafür laß nur mich und meinen Freund Robespierre ſorgen; ehe wieder dieß verfluchte Neſt hier von der Sommerſonne geheizt wird, gibt's ein ganz neues Geſchlecht, ganz neue Sitten, neue Kunſt, neue Poeſie— und das Alles werde ich gethan ha⸗ ben, ich, Chaumette!“

Er ſah dabei Vater Ricot ſcharf an, als ob er ver⸗ muthe, in deſſen Augen könne ſich ein leiſer Zweifel an dem, was er behauptet, regen. Da er aber nur Reſpekt, Verwirrung und Demüthigkeit in den Blicken des Wäch⸗ ters bemerkte, beruhigte er ſich. Die Worte Ricots ſtell⸗ ten ihn vollends zufrieden.

„Bürger,“ ſagte Ricot nämlich, nachdem er ſich ge⸗ ſammelt;„Ihr denkt ungerecht von mir. An mir iſt Al⸗ les republikaniſch, ſanseulottiſch, ich und meine Tochter. Ich preiſe Euch, daß Ihr mir die Ehre gebet, meine Toch⸗ ter zu der großen Feierlichkeit auszuwählen. Es iſt kaum glaublich— ich armer, unbekannter Mann, wie ich dazu komme.... Nehmt's nicht für ungut, Bürger, ich freu'