Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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Roſa blickte verwundert auf ihren Vater. Sie kannte den Namen Chaumette nicht.

„ Ah, ſiehſt Du?“ fuhr Chaumette nun ſichtlich be⸗ friedigt von dem Eindruck, den die Nennung ſeines Na⸗ mens auf Vater Ricot gemacht, fort.„Ich ſehe, Du biſt ein guter Bürger und haſt Patriotismus. Das iſt mir lieb, denn wenn dem nicht ſo wäre, müßte ich Dich auch auf die Guillotine ſchicken. In dieſer Beziehung bin ich ganz unerbittlich und ſage ganz, wie mein Freund und College Robespierre:„Lieber todt, als ſchlechter Patriot.“

Vater Ricot ward ſichtlich bleich; die Drohung des Todes war ihm nie begegnet, die Republik hatte ſich bis⸗ her um ihn nicht gekümmert. Nicht minder erſchrocken blickte Roſa auf Chaumette, der einen Augenblick lang ſich an dem Anblick des Mädchens weidete und dann mit dem Bewußtſein der Genugthuung die bleichen Wangen desſelben beklopfte.

Roſa wagte diesmal nicht, die freche Hand zurück zu ſtoßen.

„O, auch Du biſt eine gute Patriotin!“ ſagte Chau⸗ mette, indem er fortfuhr, Roſa's Wangen zu klopfen und zuletzt ihr Kinn ſtreichelte.„Ich ſeh's an der Tricolore an Deiner Haube. Das hab' ich auch gedacht und deß⸗ halb komme ich, um Dir Ehre zu bringen, Dir die Gnade zu ſchenken, dem Vaterlande einen Dienſt zu erweiſen.“

Roſa ſah noch mehr erſchrocken zu Chaumette auf;