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Roſa merkte dem Vater an, daß er's nicht ernſt meinte und deßhalb folgte ſie nicht dem Befehl.
„Warum biſt Du denn heut ſo bös, Vater? Ich bin hier ſo allein und verlaſſen und Du willſt mich nicht mehr hinaus laſſen. Ich hab' keine Mutter mehr und Du küm⸗ merſt Dich auch nicht um mich, und nun ſoll ich nicht ein⸗ mal den brade Burſch mehr lieben, dn Gilbert? Iſt das Freiheit? Tyrannei iſt das, Tyrannei!“
„Schwat nicht ſolch' Zeug, Mädchen!“ polterte der Alte.„Die Politik geht Dir nichts an. Meinetwegen mach' was Du willſt. 7
Roſa ging ſchelm iſch lächelnd auf ihren Vater zu, bückte ſich und ſah ihm in die Augen unter den buſchigen Brauen.
„Auch Hochzeit?“ fragte ſie dann.
„Mach', daß die Geſchichte zu End' kommt. Heirate, veuſt Du aus dem Haus kommſt, wo Du nichts nütze biſt.“
„Ach, Vater, das iſt doch nicht bös gemeint?“
Der Alte ſchüttelte ſein Haupt und indem er dann freundlicher zu ſeiner Tochter hinblickte, antwortete er:
„Gut gemeint iſt’s, Du Hex'! Ich will Dich unter Menſchen wiſſen, hinaus aus dieſem Neſt, wo Du nicht
hintaugſt.“ „Und Du?“


