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Ein kleiner Hof war zwiſchen der Straßenmauer und dieſem Gefängniß. Auf ihm ſtanden gewöhnlich jene ſchrecklichen Karren, welche zum Transport der Opfer nach der Guillotine beſtimmt waren.
Mn dem Gebäude dehnte ſich der große, öde, von hohen Mauern umgebene Hof aus, in den nur in hohem Sommer zur Mittagszeit die Sonne ihre Strahlen wer⸗ fen konnte. Ein ſteinernes Baſſin mit einer kleinen Fon⸗ taine ſtand in der Mitte des Hofes, deſſen Seiten mit vier Reihen Bäumen bepflanzt waren. An den hinteren Mauern, ſicherlich noch aus den Kloſterzeiten her, hing ein weißer Chriſtus an einem rothgeſtrichenen Kreuz. Eben befanden ſich zwei Fhu baſelbſt, eine junge und eine ſehr alte. Die Jüngere lag auf ihren Knieen, ihr Kopf hing auf dem Buſen, ihre Hände waren gefaltet; ſie be⸗ tete inbrünſtig und weinte dabei. Die Alte begoß zwei Weinſtöcke, welche ſich ſpärlich am Fuße des Kreuzes emporrankten. Dieſe Weinſlöcke ſind noch heute dort— wieviel Tropfen unde Thränen mögen ſeitdem ihre Trau⸗ ben benetzt haben!
Am Baſſin zwuſch ein Schließer ſein Hemd und ſang
dazu; das war das Leben im Hofe.
Die Neugier, welche den Menſchen treibt, den Jam⸗ mer und die Marter leiner Brüder kennen zu lernen, hat uns ſo weit in das Innere dieſes Hauſes geführt, wie⸗


