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wies darauf hin. Heute iſt Alles anders geworden. Ueber⸗ all findet man Reinlichkeit und Ordnung, luftige, helle Zellen, weiße Mauern, gewaſchene Corridore. Die Ge⸗ fängnißwärter, die Schließer, nennen ſich heute Beamte und tragen Uniform, ſind höflich, menſchlich und zuweilen ſcherzen ſie auch mit dem oder jenem hübſchen Mädchen, welches um ihrer Liebe willen hier ein paar Wochen bü⸗ ßen muß.
Aber im Jahre 1793 glich dieſes ſchmutzige Haus von St. Lazare einem großen Käfig für wilde Thiere. Damals exiſtirte nur ein altes Gebäude, das frühere Kloſter, ein plumper, hoher, viereckiger Steinkaſten, in deſſen vier Etagen die Gefangenen, bunt durcheinander gemiſcht, Ariſtokraten und Bauern, Männer und Wei⸗ ber, meiſt auf ihre Verurtheilung zur Guillotine warte⸗ ten. Die Fenſter waren von außen mit ungeheueren Ei⸗ ſenſtangen verſehen, mit eingemauerten Reifen, durch welche von oben nach unten und von den Seiten piken⸗ artige Stangen gingen, ſo daß die Fenſter, blind über⸗ dies, kaum noch zu ſehen waren. Drei breite Gänge, die ewig durch elendes Laternenlicht erleuchtet werden muß⸗ ten, theilten jedes Geſchoß im Innern dieſes Gefängniſſes; in jedem Corridor waren an vierzig Zellen, elende, ſchmutzige Gemächer, in deren Thür ſich ein Guckloch befand, durch welches die Schließer ungenirt und zu jeder Zeit den Ge⸗ fangenen in der Zelle beobachten konnten. 3
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