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Plötzlich warf einer der jungen Leute die Frage auf:
„Was werden wir wohl morgen um dieſe Zeit ma⸗ chen?“
Eine allgemeine Erregung trat ein; ein Jeder war begierig, ſich dieſe furchtbare Frage beantworten zu kön⸗ nen. Morgen um dieſelbe Zeit waren ſie ja todt! Wo aber waren ſie als Todte? Lebte die Seele morgen wo anders?
„Wir werden ſchlafen und ſchlafen ohne Kopf,“ ent⸗ gegnete Einer.
„O nein, Freunde, wir werden leben!“ rief ein Zweiter.
„Bah! Todt iſt todt, meine Freunde— Eure Un⸗ ſterblichkeit iſt nur auf Erden!“
„Und unſere Seele, unſere Seele?“ fiel ein Anderer ein.„Glaubet, Freunde, glaubet! Todt iſt Euer Körper, aber Eure Seele lebt weiter!“
Es entſtand darüber eine Debatte, welche immer er⸗ regter wurde. Die Einen waren die Philoſophen, die An⸗ deren die Gläubigen.
Endlich nahm Vergniaud, welcher bisher geſchwie⸗ gen hatte, auf Veranlaſſung ſeiner Freunde das Wort. Seine Stirn begann zu leuchten, ſeine Gebärde, ſeine Worte hatten etwas Ueberirdiſches, ſein ganzes Weſen hob ſich aus der früheren trägen Nachläſſigkeit wie ver⸗ klärt empor. Er brachte moraliſche Beweiſe für das Da⸗


