Teil eines Werkes 
2. Theil (1861)
Entstehung
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Einer nach dem Andern trat zwiſchen zwei Gendar⸗ menreihen ein und ſetzte ſich auf eine der Bänke, welche hinter der Schranke der Angeklagten ſich befanden. Die Menge wunderte ſich über die vielen heitern und jugend⸗ lichen Geſichter, denn die meiſten waren noch nicht dreißig Jahre alt. Die Hervorragendſten der Partei waren unter dieſen Zweiundzwanzig: Carra, eine häßliche Figur, ver⸗ worren, fanatiſch und ungeſtüm; Fonfrèͤde, ein junger Mann von achtundzwanzig Jahren; Genſomm', der zweite Chef der Gironde im Convent, ein ſtolzer, edler Charak⸗ ter, ein glänzender Redner voller Witz und Spott, ein echter Ariſtokrat des Geiſtes. Er trug auch jetzt ſeinen Kopf mit einem Stolz, der dem Trotze glich. Hinter ihm kam Valazeé mit der Haltung eines Soldaten in der Schlacht; dann der Abbé Fauchat, ein wunderlicher Phi⸗ loſoph, der Gott und die Republik zuſammenfaßte und das Glück des Menſchengeſchlechts begründen wollte. Er trat ein wie ein Apoſtel, ſein Geſicht ſtrahlte von einem heiligen Enthuſtasmus. Briſſot war der Vorletzte; er war einer der geſcheidteſten Journaliſten der Gironde, wenn auch keiner der makelloſeſten Charaktere. Sein Ideal war der Quäker, den er in Nordamerika kennen gelernt und deſſen Aeußeres er auch jetzt noch wiedergab. Seine Klei⸗ dung war ſchwarz und übereinfach: ſeine Haare waren Pund friſirt, kurz, ungepudert und fielen über das Genick herab.