Teil eines Werkes 
2. Theil (1861)
Entstehung
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bleichen jungen Mann unter den Arm, überſchüttete ihn mit Ausdrücken der Freude über ſein Erſcheinen und führte ihn ſo zu der größeren Gruppe, welche ſich um Frau von St. Aignan gebildet.

Apoll! Apoll! Meine Damen! Triumph! rief der Herzog faſt übermüthig, indem er Herrn von Chenier ſeiner Gemahlin vorführte. 3

Leontine war bereits ein paar Schritte entgegen ge⸗ kommen. Schnell wie das Abendroth die Dämmerwolke färbt, war eine zarte Gluth über ihre Wangen gerauſcht. Mit einem Blick unendlicher Freude, gezügelt durch die Würde ihres Charakters, reichte ſie dem jungen Mann die Hand.

Hoch willkommen, Herr von Chenier, ſagte ſie, ges iſt eine lange Zeit, daß wir Sie entbehren mußten. Ein wehmüthiges Lächeln umſpielte die Lippen André's, als er erwiderte:

Konnt' ich glauben, Frau Herzogin, daß Sie mich vermiſſen?

Sie waren inmitten des Kreiſes angekommen, den die Geſellſchaft mit ihren Tabourets gebildet hatte. Die Marquiſe von Paſtoret trat André lächelnd entgegen.

Nicht jetzt, mein guter Freund, ſagte ſie gütig zu ihm,nicht jetzt uns verlaſſen, wo wir die ſchwerſte Probe unſeres Muthes beſtehen müſſen.

Andre küßte die Hand der langjährigen Freundin,