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mit deren Gemahl er durch die Intereſſen der Politik ver⸗ knüpft war. Aber er antwortete nichts. Man ſtellte ihn der Frau von Perigord, einer liebenswürdigen Dame von etwa dreißig Jahren vor, ferner Herrn von Micault, ehe⸗ maligen Parlamentsrath. Beide hatte André noch nicht gekannt.
„Und Fräulein von Coigny?“ meinte die Herzogin wie fragend zu Herrn von Chenier, indem ſie ihn vor eine reizende junge Dame führte, die im Weſen viel Aehnlich⸗ keit mit Mademoiſelle von Chamans hatte.
André ſchüttelte ſein Haupt, als wolle er ſagen, daß er die Dame noch nicht kenne.
„Doch ich kannte ſie bereits, Herr von Chenier,“ meinte Fräulein von Coigny nach der Begrüßung des jun⸗ gen Mannes.„Ich habe in Ihnen den Muth des Fran⸗ zoſen und die Poeſie Griechenlands bewundert.“
Andrée's Auge traf in den Gluthblick der reizenden, offenherzigen Dame. Auch Frau von St. Aignan be⸗ merkte ihn. Sie erbleichte ein wenig und wandte ſich dann zur Margquiſe von Paſtoret; Herrn von Chenier's Düſter⸗ heit verſchwand plötzlich aus ſeinen Zügen.
„Mein Fräulein,“ ſagte er,„ich fürchte, dieſe ſchmei⸗ chelhafte Bewunderung wird entfliehen; ich ſchäme mich heut, ein Franzoſe zu ſein; ich habe die Poeſie Griechen⸗ lands verloren.“
„Das glaube ich nicht, das glaube ich nie,“ verſetzte


