Teil eines Werkes 
2. Theil (1861)
Entstehung
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Qual und die Erniedrigung zu ertragen! Und Niemand kann retten, Niemand von uns kann ſie aus ihrem Kerker be⸗ freien; ſo mancher edele Waghals hat deshalb ſein Leben verwirkt!

Es gibt nur eine Hoffnung, ſagte Roucher.Der Prozeß des Königs muß das Mitgefühl des Volks, ſeinen Grimm über die Erniedrigung Frankreichs, ſeinen Zorn ge⸗ gen die Blutgier und Herrſchſucht der Jacobiner aufregen. Alles liegt in den Händen Vergniauds und der Gironde, zu ihr müſſen wir halten. Ich hoffe auch viel von Males⸗ herbes, der neben Tronchet und Deſeze den König verthei⸗ digen wird; der edle Greis ſteht überall in hoher Achtung kann es möglich ſein, daß man einen König zum Tod verurtheilt, wenn er geſprochen haben wird? Unmöglich, unmöglich, daß es ſo bleiben kann, wie jetzt nicht denk⸗ bar, daß es noch ſchlimmer wird.

Mein Freund, verſetzte der Herzog,Robespierre gebärdet ſich als König; ſeine Adjutanten Marat und St. Juſt haben bereits die Gemüther darauf vorbereitet. Glauben Sie nicht, daß die Jacobiner im Sinne haben, für Robespierre oder Danton die Diktatur zu erſtreben?

Der Wahnſinn, der dies ausbrütete, wird uns die⸗ nen. Majeſtät Robespierre, Juſtizminiſter Marat oder St. Juſt, der Blutmenſch mit dem Angeſicht eines Engels o, wär's denn möglich, Herr von St. Aignan, und ein König von Frankreich könnte aufs Schaffot treten?